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Sonntag, 4. Februar 2018

auf ein Neues

Im Februar stellen wir unsere Produkte in der Vitrine im U-Bahnhof Karl-Marx-Straße Neukölln aus:


Besucht uns in unserer Werkstatt sommerkeramik, Richardstraße 99, 12043 Berlin/Neukölln dienstags und donnerstags 12 bis 19 Uhr! 

Mittwoch, 1. April 2015

Enes, Hedyen, Pexam, Iman ...

und viele andere aus der Türkei, Tunesien, dem Irak und Ägypten machen mit beim Keramikworkshop, der diese Woche im Mutter-Kind-Treff Shehrazad in Berlin/ Neukölln gemeinsam mit Michael Sommer, sommerkeramik begann.

Auf quadratischen Tellern gestalten die Mütter und deren Kinder, die im Alter von 7 bis 11 Jahren sind, ein Motiv zum Thema "Kulturen der Welt". Sie brachten von zu Hause ein Blatt Papier mit einer Zeichnung ihrer Idee mit. Im ersten Schritt wurde das Motiv in den Ton eingeritzt und Details aufmodelliert.
Pexam und ihre Mama übertragen das Motiv

Hedyen modelliert Details auf ihrem Teller
Nachdem die Teller gut durchgetrocknet sind (ca. 3 Tage) werden sie das erste Mal gebrannt bei 960 °C.
Im nächsten Schritt können die Motive mit Engobe, bunt eingefärbtem Ton bemalt werden .
Der Teller wird bemalt.
Interessant: Noch sehen die Farben ganz blass aus. Erst durch die Hitze im Ofen von bis zu 1220°C werden sie kräftig und glänzen.
Und so sehen die fertig gebrannten Wandteller aus:
Kulturen der Welt

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Keep the fire burning !

 


Einen guten Start ins neue Jahr wünscht sommerkeramik

und herzlichen Dank an treue und neue Kunden und alle KursteilnehmerInnen !
Vitrine im U-Bahnhof Karl-Marx-Straße mit Produkten von -sommerkeramik- Dezember 2013

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Advent, Advent

Eine schöne Adventszeit wünscht sommerkeramik (auch im Winter bunt) !
Am dritten Adventwochenende, 14./15. Dezember ist sommerkeramik auf dem hippen Weihnachtsmarkt in Berlin/Kreuzberg im Umspannwerk Kreuzberg Paul-Lincke-Ufer, Ecke Ohlauer Straße. http://www.nowkoelln.de/weihnachtsmarkt

ein Gruß aus meiner Werkstatt
 

Montag, 22. Oktober 2012

Koffermarkt im Schloss Steglitz

YEAH , am Samstag, den 27.10. von 10 bis 21 Uhr ist Koffermarkt im Schloss Steglitz, Einkaufszentrum, Schlossstraße 34, Berlin.
50 Designer und Kreative werden ihre Produkte feilbieten- aus einem Koffer heraus.
Ich habe einen alten Pappkoffer aus den 80er Jahren als Verkaufstresen- echt retro, echt stylish!


 "Cindy"- und "Ronny"- Tassen und Butterdosen, Schalen und Schälchen und jede Menge Schmuck werde ich in meinen Koffer packen und will am Ende im besten Fall nix wieder einpacken müssen.
Also:



Kauft meinen Koffer leer!



Montag, 8. Oktober 2012

Projekt Kagel

Auf Anregung des Heimatvereins Kagel e.V./ Gemeinde Grünheide baue ich mit Jugendlichen des Ortes ein Modell der Landschaft und markante Gebäude von Kagel in Keramik nach. Für mehr Informationen klicke auf folgenden Link: Projekt Kagel oder lies den Artikel aus der Märkischen Oderzeitung vom 18.10.12: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1042440 .

Mittwoch, 12. September 2012

Projektplan


Projektplan zum Töpferkurs

am 24.09.12 in der Werkstatt -sommerkeramik-,
Richardstraße 99, 12043 Berlin

Kursleiter: Michael Sommer

 AltenpflegeschülerInnen der OSZ Gesundheit Berlin lernen in dem zweistündigen Kurs das Material Ton kennen.

Der Kurs soll den SchülerInnen die Beschäftigung mit Ton/Keramik als abwechslungsreiches  Angebot in der sozialpädagogischen Betreuung für und mit alten Menschen vorstellen. Besonders das haptische Moment bei der Arbeit mit Ton fördert die Konzentration und ist gleichzeitig entspannend, zumal das Schaffen eines keramischen Objektes mit den eigenen Händen sehr befriedigend sein kann.

Ausgehend von einer einfachen Methode, der Daumendrucktechnik entsteht ein kleine Skulptur oder ein Gefäß. Im zweiten Schritt wird die Plattentechnik vermittelt, mit der eine vierseitige Dose hergestellt wird. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Gestaltung der Oberfläche,  die mittels  Naturprodukten oder Strukturen textiler Stoffe ein Dekor erhält.

Am Ende des Kurses erhält jeder Teilnehmer ein Skript, das wichtige Eigenschaften des Materials und Arbeitsschritte bei der Beschäftigung mit Ton/ Keramik zusammenfasst und zu weiteren Ideen anregt.

Donnerstag, 9. August 2012

Sommerakademie des Albrecht-Dürer-Gymnasiums Neukölln

Vom 31. Juli bis 02. August 2012 fand wie jedes Jahr am Ende der Sommerferien die Sommerakademie des Albrecht Dürer Gymnasiums Neukölln statt. Erstmals wurden auch Kurse in Kooperation mit der Jugendkunstschule Young Arts Neukölln angeboten. So gab es einen Bildhauer-Workshop mit Monika Schuh, bei dem nach zeichnerischen Vorlagen von Dürer einzelne Bildelemente aus Stein herausgemeiselt wurden.
Und Michael Sommer von der Werkstatt -sommerkeramik- fertigte mit einer Gruppe von acht Schülern in einem Keramik-Workshop Tassen, Teller, Vasen und Schalen, die im schuleigenen "Café Balsamico" Gebrauch finden sollen.
Schüler des Albrecht- Dürer-Gymnasiums mit ihren Werken aus dem Keramik-Workshop
Außerdem gab es noch spannende Projekte wie "Radio machen" und  "Physikalische Experimente", bei dem die Energiemenge von Kartoffelchips berechnet wurden. Beim "Escher-Parkett" entstanden nach der Idee von M.C. Escher dekorative Reihungen aus geometrischen Elementen. Und die Gruppe "Roboter" überraschte mit Lego-Robotern, die auf Klatschen und Licht reagierten.

Am Ende der drei Tage präsentierte jede Gruppe ihre Ergebnisse in der Schul-Aula beim "Speed-Dating": Die Einen erklärten, die Anderen hörten zu und stellten Fragen. UInd nach drei Minuten wurde zum nächsten Tisch und zum nächsten Projekt gewechselt.
bei der Präsentation der Ergebnisse in der Schul-Aula (Fotos: Michael Sommer)

Die Sommerakademie ist ein tolle Idee und -sommerkeramik- hofft und freut sich schon auf´s nächste Jahr!
 Danke an die "Kollegen" vom Albrecht-Dürer- Gymnasium und an die sympathische Unterstützung der Jugendkunstschule durch Ilka Normann.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Status quo - terra cotta Neukölln


Anlässlich des Festivals „48 Stunden Neukölln“ Motto: Endstation Paradies waren Besucher der Werkstatt sommerkeramik in der Richardstraße 99 eingeladen, ihre Sicht auf das aktuelle Neukölln in Ton umzusetzen. Auf vorbereiteten Tonplatten ließen sich Inschriften, Neukölln-Typisches und Frei- Assoziiertes in Ton modellieren und verewigen.


Mindestens 30 Minuten und bis zu 1,5 Stunden wurde mit Hingabe gewerkelt. Der jüngste Teilnehmer war 4 Jahre, der Älteste 66 Jahre alt. Viele wohnen erst seit 5 Jahren in Neukölln; und eine Frau seit 44 Jahren. Und es waren ein paar Gäste unter den Künstlern, so aus dem Wedding und Friedrichshagen und aus Thüringen.



Es sind 36 Platten entstanden.
Nun nach Ende des Festivals müssen die Platten ca. eine Woche trocknen, dann werden sie einmal bei 900 °C gebrannt, farblich glasiert und ein zweites Mal bei 1220 °C gebrannt.

Jede/r Teilnehmer/in erhält eine Foto der fertigen Platte per Mail und erfährt, wo das Fliesenbild dann öffentlich zu sehen sein wird. Dazu suche ich noch einen öffentlichen Ort, wo das gesamte Konvolut (oder einzelne Platten) auf Dauer  in eine Wandfläche  gefliest werden kann. Schön wäre ein Ort in Neukölln, der für Alle öffentlich zugänglich ist. Bitte senden Sie Vorschläge an Michael Sommer, clayboy@hotmail.de .
Vielen Dank an alle Künstler/innen für´s Mitmachen. Das war Spitze!

Das gesamte Fliesenbild
 

Montag, 23. April 2012

Frühlingserwachen Vol. 3

Betula pendula , so der botanische Name der Weißbirke. Mit  ihrem schlanken, eleganten Wuchs, ihrer schwarz- weißen Borke und ihrem zarten Grün der Blätter gilt sie auch als Frühjahrssymbol.

Schon als Kind wusste ich bald diesen lateinischen Namen. War es doch immer eine Freude für meine Mum, wenn sie mich auf Spaziergängen danach fragte und ich freudestrahlend antworten konnte.

Und kürzlich sah ich auf einem Bild eines befreundeten Malers ( www.korvinreich.de ) Baumstämme aufgereiht in Bleistift- Aquarell gemalt, die mir diesen eleganten Eindruck von Birken vermittelten.

Porzellan ist mein Material: Es ist sensibel, fordert konsequente Handhabung und wird durch den Brand auf ein Vielfaches veredelt - eine Wonne für jeden Porzelliner.

Die Stelen (Vasen)- Gruppe "Caspar David", frei aufgebaut aus Limoge- Porzellan und eingefärbt mit Manganoxid, soll dem Betrachter den edlen Charakter der Birken bewußt machen.


Michael Sommer, Stele "Caspar David", Porzellan, ca.30 cm hoch

Sonntag, 8. April 2012

Frühlingserwachen Vol. 2

Fast schon Klassiker in meinem Repertoire sind Becher mit aufmodellierten Blüten.
Auf weißem oder hellgrünem Fond rekeln sich kleine weiße Porzellan-Blüten entlang. Mal enden sie auf dem Gefäßkörper, mal erreichen sie den Gefäßrand, die Lippe des Bechers.
In ihrer Form erinnern sie an Vergissmeinnicht-Blüten, wie kleine Mitbringsel aus dem Biedermeier-Fundus ;-). Das Vergissmeinnicht ist ein Symbol für zärtliche Erinnerung sowie für Abschied in Liebe. In der Traumdeutung nach Freud bedeuten Vergissmeinnicht: Der gewählte Partner des Träumenden kann ihm nicht das geben, wonach er sich sehnt.

Samstag, 11. Februar 2012

Be my Valentine

Eins und Eins das macht Zwei und küss und denk nicht dabei, denn denken schadet der Illusion.
Alles dreht sich, dreht sich im Kreis und kommst Du mal aus dem Gleis, war´s eben Erfahrung anstatt Offenbarung -was macht das schon.
Der Mensch an sich ist einsam und bleibt verlassen zurück , sucht man sich nicht gemeinsam ein kleines Stück von dem Glück. Dem Glück, dass man mit Füßen ein ganzes Leben lang trat, das man mit ein paar Küssen plötzlich zu Hause hat.
Eins und Eins das macht Zwei, ein Herz ist immer dabei und wenn Du wenn Du Glück hast, dann sind es zwei. Das Rezept wird keiner erfinden, dass wird keiner ergründen. Mal bleibt´s für´s Leben und mal bleibt es eben nur Liebelei.
Der Mensch an sich ist feige und schämt sich für sein Gefühl, dass es nur keiner zeige , weil die Moral es so will. Doch wenn im Fall des Falles er sich im Dunkeln versteckt, der liebe Gott sieht alles und hat Dich längst entdeckt.
Eins und Eins das macht Zwei, wenn Dir auch manchmal zum Heulen ist. Glücklich, wer das Heute genießt und was vorbei ist vergisst.
Es kommt wie es kommen muss: Erst kommt der erste Kuss, dann kommt der letzte Kuss - dann der Schluß.
(APPLAUS APPLAUS für Hildegard Knef)

Dienstag, 24. Januar 2012

recycled material - Porzellan-Lampe mit Wellenstruktur

Porzellan -Lampen von -sommerkeramik-, clayboy@hotmail.de recycelte Struktur von Wellkartonagen, E27 Fassung, Textilkabel, als Steh- und Hängeleuchte lieferbar, 7 mal 7 mal 19 cm, Preis: 72,-€ Bestellung auf Anfrage an Michael Sommer
Ab Anfang März auch bei "Mitten im Walde", einem kleinen Atelier-Laden Mittenwalder Straße 46 Berlin/Kreuzberg zu haben.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

"Plattenbauten" - Projekt Kagel (2)

Ebenso wie die Dorfkirche entsteht auch die ehemalige Dorfschule Kagel aus einzelnen Platten, die nachdem sie mit Fenstern und markanten Mauersimsen ausstaffiert sind, zusammengesetzt werden.
Teelichter bringen die kleinen Modelle zum Leuchten.
Heute befindet sich in dem Haus das Museum des Heimatvereins Kagel.
Frau Dr. Turowski gab mir eine fachkundige Führung durch die Sonderausstellung "Kagel und seine Wasser", welche sich im Dachgeschoss befindet. Und sie berichtete mir von den aufwendigen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten besonders der historischen Dachbalken, die durch schwere Stahlträger gestützt werden. Ich konnte erahnen wieviel Zeit und Hingabe die Arbeiten erforderten. Die regen MitgliederInnen des Heimatvereins Kagel, die das geschaffen hatten, lernte ich bei der Vorstellung der Idee zu den Kirchen- und Schulmodellen im September kennen. Ich würde mich sehr freuen, wenn interessante Fakten und Anekdoten zur Kirche und Dorfschule in diesen Blog einfließen. Bitte senden Sie mir dazu eine Mail an: clayboy@hotmail.de oder schreiben Sie direkt einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Samstag, 26. November 2011

"Plattenbauten" - Projekt Kagel

Der Ort Kagel im Landkreis Oder/Spree gehört zur Gemeinde Grünheide und liegt etwa eine Autostunde östlich von Berlin. Ein sehr engagierter Heimatverein kümmert sich um den Erhalt der Alten Dorfschule und baute diese in unzähligen Stunden liebevoll zu einem Heimatmuseum um. Zentral gelegen und weithin sichtbar ist die Dorfkirche. Bei einem Treffen mit Frau Dr. Elisabeth Turowski vom Heimatverein entstand die Idee, die Kirche als verkleinertes Modell nachzubauen.
Diese Aktion soll der Auftakt sein, für ein weiteres Projekt. Gemeinsam mit Jugendlichen des Dorfes wird ein topographisches Modell des Ortes entstehen, mit Abbildung des Baberow- und Bauernsees, historischer Gebäude (Jagdschloss, Dorfschmiede) und den ehemaligen Flurgebieten. Dazu später mehr.
Zunächst zum Modell der Kirche:
Grundlage bilden einzelne Platten, die zwischen Zeitungslagen antrocknen und dann mit den Fenstern und markanten Mauerteilen ausstaffiert werden. Sind die Platten so trocken, dass sie sich kaum noch verbiegen, werden sie auf einen Rahmen gesetzt.
Ist das Kirchenschiff mit dem Dach bedeckt, fertige ich den Turm für die Vorderseite und die Rotunde für die Rückseite an.
Entscheidend ist bei den vielen Details
das "richtige" Werkzeug. So schneide ich mir aus einer alten Chipkarte ein Zentimeter-Maß, welches zum Markieren des Abstandes zwischen den Fenstern dient. Ein Maniküre-Messer ist optimal zum Ausschneiden der Fenster-Rundungen. Für die Form der Fenster modelliere ich aus einer lufttrocknenden Knetmasse einen Stempel vor, der sich immer wieder einsetzen lässt.
Sind Turm und Rotunde an das Kirchenschiff mittels Schlicker (dünnflüssiger Ton) angesetzt, geht´s ans Finish. Das Dach wird mit Manganoxid schiefergrau eingefärbt. Feine Linien, im Original ziegelrote Backsteine, ziehen sich um das Kirchenschiff. Porzellan-Schlicker wird als Uhr auf den Turm mittels Pinsel aufgebracht.
Unter dem Dach gibt es halbkreisförmige Einkerbungen.
Die Kirche muss vor dem Brennen nun langsam trocknen, damit sich zwischen den Platten keine Risse bilden. Hier schon mal ein Blick darauf:

Montag, 7. November 2011

Nacht und Nebel - ein Blick zurück

Am vergangenen Samstag gab es in mehr als 100 Lokalitäten in Berlin/Neukölln Kunst zu begehen und zu bestaunen. Die vom Schillerpalais Neukölln veranstaltete Aktion "Nacht und Nebel" ist die kleine herbstliche Schwester vom großen sommerlichen Festival-Bruder "48 Stunden Neukölln".
In meiner Werkstatt zählte ich etwa 70 Besucher. Im Hauseingang lockte zunächst eine Installation aus Porzellan-Lampen mit einer Klangcollage aus Alltagsgeräuschen den Passanten von der Straße.
"Ist das Kunst oder kann das weg?"- ok, dieser Kommentar stand einigen Besuchern ins Gesicht geschrieben, wenn sie auf die weiße Brühe am Boden blickten, die ein Scheuerlappen notdürftig wegzuwischen schien. Aber wer sich die Mühe machte und ein zweites Mal hinsah, erkannte das die Struktur des Lappens in den Porzellanlampen wiederzufinden war. "Das muss ich jetzt nicht verstehen, oder"- nein, müssen Sie nicht, aber manchmal lohnt es sich einfach einen Moment seine Klappe zu halten und auf das Glucksen von einer Kaffeemaschine, Glockenläuten, Wortfetzen (um einige Beispiele aus der Klangcollage zu nennen) zu lauschen = ein festgehaltener Moment in unser ach so quadratisch-praktisch-tupper-ikea-spülmaschinentauglich- verseuchten-guten (?) Zeit. "Ach, DU schon wieder!", so der Kommentar eines Hausmitbewohners, sei hier noch kurz erwähnt und jetzt halte ich MEINE Klappe, den "Kunst" zu erklären, DAS GEHT GAR NICHT!
Und ein Dankeschön an die Vielen, die es auch noch in meine Werkstatt geschafft haben und auf dem großen Tisch eine Präsentation meiner momentanen Arbeiten begutachteten.
(Lieber Hausmitbewohner, auch im kommenden Jahr plane ich an "Nacht und Nebel" teilzunehmen. Lass Dich überraschen!)

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Derbuka (1)

Für einen Musiker in Berlin/Neukölln fertige ich die Replik einer Derbuka, einer afrikanischen Trommel aus Keramik bespannt mit Ziegenhaut, an. Der Fuß des Originals ist zerbrochen; Kleben kommt nicht in Frage, da die Trommel wahrscheinlich dann nicht gut klingen würde.

Also drehe ich den Resonanzkörper aus Keramik neu.
Der verwendete Ton hat eine Schwindung beim Brennen von 10% (kleines Quadrat auf der Zeichnung ist die Schwindungsprobe).




Das ist das Original mit dem zerbrochenen Fuß.

Die Trommel ist aus zwei Teilen gefertigt, die im halbtrockenen Zustand aufeinander modelliert werden. Ich beginne mit dem Oberteil, auf dem Kopf stehend gedreht. Ein so wuchtiges Element braucht seine Zeit, bevor es von der Töpferscheibe abgehoben werden kann. Es muss antrocknen, schließlich darf es sich nicht verziehen und unrund werden.
...

(wird fortgesetzt)

Mittwoch, 14. September 2011

Heiß, heiß Baby!

 Der erste Brand nennt sich Schrühbrand. Die Teile können, sofern sie keiner Spannung ausgesetzt sind, sogar übereinander gestapelt werden. Den Ofen so dicht wie möglich zu bestücken, ist eine kleine Wissenschaft für sich. Zunächst erfolgt die Aufheizphase bis 600° Celsius mit ca. 100 bis 200 °C pro Stunde, die Restfeuchte entweicht, das Volumen der Gefäße schwindet um ca. 8%.
Bei 575 °C etwa liegt der sogenannte Quarzsprung: Die Struktur des Tones verändert sich, die Tonplättchen verzahnen miteinander und legen sich in Schichten übereinander. Und dann geht´s hoch bis 900 bis 960 °C, 10min Temperatur halten und fertig.

Ist der Ofen auf 200° C abgekühlt, kann er langsam geöffnet werden und es geht ans Glasieren.
Der Fuß der Stücke wird nicht glasiert, da Glasur ein glasartiger Überzug ist und auf der Ofenplatte aufschmelzen würde. Kennt man seine Glasur gut, lassen sich schöne Effekte auf den Gefäßen durch gezieltes Aufbringen erreichen, z.Bsp. ganz keck mal einen etwas dickeren Tropfen im Inneren einer Schale ablaufen lassen.
Und der Ofen wird ein zweites Mal "gesetzt". Diesmal heißt es Vorsicht: Die glasierten Stücke dürfen sich nicht berühren und sollten einen Fingerbreit Abstand zueinander haben, da sie während des Brennvorgangs kurzzeitig sogar an Volumen zunehmen.
Der Glattbrand/Glasurbrand hat eine Endtemperatur von 1240 °C. Für das Service "Wernerin" habe ich eine rotbrennende Steinzeugmasse verwendet, die dunkelbraun wird und mit 1240 °C richtig knackig ausgebrannt ist und damit eine sehr gute Scherbenqualität hat. Auch die Glasur gewinnt ein schönes Farbspektrum in diesem Bereich. Ich glaube 20°C mehr und der Ton wäre überbrannt und würde hässliche Blasen bekommen.
Bis auf die großen Essteller konnte ich alle Teile in einen Barnd stellen.

Dienstag, 2. August 2011

Trocknungsprozess


Endlich wieder Sonne, nach x Tagen hat es aufgehört zu regnen. D.h. ich kann abdrehen (die Gefäße kommen verkehrt herum erneut auf die Töpferscheibe und der Boden/Fuß wird mittels Abdreheisen ausgedünnt, versäubert). Zum Trocknen stelle ich die Stücke ans geöffnete Fenster, wo sie innerhalb von Minuten trocknen. Super!